Vorletzter Akt – Viva Follonica

4. August 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Italien ist das Land des Sports -Und ich meine damit nicht den profanen Sport à la Pierre Littbarkski. Es ist die Gewalt des Intellekts, eines Garri Kasparows, die den sonnenumwobenen Luigi hinter seiner Strandbar packt. Wir sind an der vorletzten Station unseres Liebesmarathons angelangt. Follonica, und um genauer zu werden das Restaurante Pacianca. Ein formidabler Ort, idyllisch hinter der Strandpromenade gelegen. Wir erfahren wirklich enorme Gastfreundschaft gepaart mit kulinarischer Kreatvität. Ich weiß nicht wer, aber irgend jemand hat uns eine Bühne im Eisenbahnformat H0 hingezimmert, umrandet von orangenen Kunststoffumfriedungen. Fasziniert betrachten wir das Kunstwerk. Leider müssen wir es zerstören. Es bietet maximal Platz für einen gut gebauten Italiener. Also frisch angepackt und umgesetzt.

Nun ist Zeit, den Strand zu besichtigen. Womit wir beim Thema Garri Kasparow oder Großraumschach auf italienisch wären. Der fein säuberlich parzellierte Strand bildet das Spielfeld. Zu jeder Bar gehört ein Areal mit Schirmen und Liegen in jeweils einheitlich dahin bleichenden Farben.
In der ersten Reihe liegen die feisten und Angriffslustigen Bauern und Bäuerinnen. Dahinter Tummeln sich Türme, Pferde, Läufer, König und Königin auf Liegen und unter Schirmen. Das Spiel kann beginnen. Zwei blaue Bauern eröffnen mit einem gezielten Auftritt im String mit Dolce&Gabana Optik, auch bekannt als Detmolder Offensive. Der Gegner ist kurz verblüfft, kontert jedoch diese Offensive mit einem betörenden Pferdchensprung von B auf Doppel-D. Ein voller Erfolg die Bauern stolpern und verhäddern sich in sich selbst und haben Mühe die Haltung zu bewahren. Dem Perdchen folgen zwei kreischende Bauernkinder. Sie stiften Krieg und Verderben im Fußvolk der blauen Mannschaft. Das Spielniveau ist wirklich komplex und feinporig. Dicht drängen sich Königin und König unter ihren blauen Sonnenschirmchen zusammen und benetzen ihre vor Angst vibrierenden Seelen mit Sonnenöl. Ich bin fast versucht mich tiefer in die Spielerpsyche der Italiener zu begeben. Doch König Eros R. muss seine Botschaft der Liebe heute noch durch meine zarten Lippen und die dran montierte Trompete drücken.
Ab zum Soundcheck. Verdammt, wir sind ein eingespieltes Team. Alles flutscht. Das Konzert kann beginnen. Das “lilabungalow” eröffnet den Abend mit musikalisch gezielten Sentenzen aus dem Bereich “Heavy Petting House Musik”. Das dinierende Publikum honoriert dies  mit einem milden Klatschen. Ein gelungener Auftakt. Das Konzert der Schwestern Osamas gerät zum emotionalen Heimspiel. Die Zuschauer stehen auf der Straße und fühlen intensive Verbundenheit mit unseren Schlagerkampfpiloten. Viva Follonica. Wir spielen bis zur letzten Schwester. Ein schöner Abend, wenn man davon absieht das ich am nächsten Morgen beim öffnen der Beifahrertür feststelle das hier gute Arbeit geleistet wurde: Der Bus ist inklusive der Tür in seiner gesamten Länge mit absoluter Fifligranität bekotzt.

Patrizio

Valpiana – Was waren wir betrunken

1. August 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

In Italien spielt sich das kulinarische und öffentliche Leben meist an einer Straße ab, je größer dabei die Straße desto angesagter der Laden.
Als wir in Valpiana ankommen wird schnell klar das wir es hier mit dem Stammlokal des italienischen Landadels zu tun haben. Der Weißwein perlt geradezu die staubigen Weinhänge hinunter in unsere weit aufgerissenen Schlünde. Innerhalb kürzester Zeit sind wir an dem Punkt angekommen, an dem wir am Vorabend aufgehört haben. Arbeitstemperatur, es kann los gehen. Behänd tuen wir alles was nötig ist, um den Landadel musikalisch zufrieden stellen zu können. Immerhin hängt davon die spirituelle Versorgung ab. Wie gewöhnliche darf nur ein erlaucht kleiner Kreis das Konzert besichtigen. Die Italiener sind schnell eins mit ihrer musikalischen Vergangenheit. Nach etwa zwei Stunden sind wir noch ein klitzekleines bisschen mehr im Eimer.

Und noch 4 mal schlafen.

Patrizio

Das Metropolis der italienische Marinade

1. August 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Seit langen wieder ein Abend an dem das “lilabungalow” den Reigen der musikalischen Intonationen eröffnet. Die Zuschauer sind durchaus geneigt und lassen sich für den folgenden Main Act in Fahrt bringen. Im Schein der Straßenlaternen überzeugen die “Osama Sisters” mit hinreißender intrinsischer Strahlkraft. Schnittpizza und Dosenbier sind wohl die zwei großen Anker, die uns am heutigen Abend vor dem reichlich mit Zuschauern umsäumten Platz auf dem Boden halten.
Schmachtende Blicke aus den Reihen der Sechzehnjährigen treffen vor allem unseren gut gebauten Saxophonisten. Doch der eigentliche zentrale Punkt des Abends steht auf einem großen leeren Platz vor der Bühne. Ein Halbgott in der Wüste Gobi. Doch als die ersten Klänge über den blank gewienerten Boden fegen, ist St. Martin nicht mehr alleine. Ein Wirbel von Kindern kreist um den Mischerplatz. Schreiend und glucksend rennen sie in farbenen Ellipsen um St. Martin, verheddern sich in Kabeln fallen hin, bluten, schreien, stehen wieder auf und rennen erneut lachend als ob es kein Morgen gäbe. Im Auge dieses Strudels steht lächelnd der Hühne mit rot wehendem Gesichtsgewand.

Danke, aufrichtig Danke.

Patrizio

Was ist Sieben-Sterne-Camping?

29. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Force Verde soll uns die Antwort auf diese Frage geben. An einem traumhaft schönen Kreisverkehr gelegen bietet Force Verde beste Anbindung an das ialienische Straßennetz. Am Eingang befindet sich das Haupthaus. Der Besucher bemerkt gleich die kleinen Raffinessen der Konstruktion: Im Sinne kurzer Wege, befindet sich das Klo gefühlte 1,50m neben dem Steinbackofen und keine drei Meter entfernt entspannt sich der Pool. Einen seltsamen Anblick bieten die zuweilen mit marsianischen Badekappen ausgestatten Kinder. Aber Hygiene wird hier eben ganz groß geschrieben. Der Außenbereich hat sich die siebe Sterne definitiv schon jetzt verdient, auch und gerade wegen der schönen Schranke am Eingang.

Wie sieht es nun mit den kulinarischen Angeboten unseres Nobelzeltplatzes aus? Force Verde kann mit einer Besonderheit aufwarten. Bestellt man im platzeigenen Restaurant ein Pizza, dann wird diese entweder “light”, “medium” oder “rare” serviert. Was man bekommt, bleibt dabei dem Zufall überlassen. Erst bei Anblick des Teigbodens wird klar welche Zubereitungsvariante man erwischt hat. Das Modell “Schwarze Pumpe” ist wohl eines der bekömmlichsten und erinnert geschmacklich und optisch an die Schindeldächer von Talwenden. Fazit: Auch beim kulinarischen Angebot hat der Campingplatz sich seine sieben Sterne wirklich verdient – Auch wenn man für eine Polyethylen-Eiskrem deluxe etwas tiefer in die Tasche greifen muss.

Wie sieht ein Sieben-Sterne-Freizeitangebot aus? Der Strand ist nur einen Steinwurf (Scheinbar Olympische Steinwurfweite von 1824 – also 3 km) vom Platz entfernt. Steigt man auf einen der vorausschauend installierten Bäume kann man das Lichtspiel der Sonne auf nackter italienischer Haut in den Gestaden des Mittelmeeres beobachten. Der nahgelegene Küstenlandstrich ist die Heimat der Bikinielefanten. Auffallend ist, dass hier die Weibchen schon im Kindesalter deutlich größer als die Männchen sind. Hat man von den Naturerkundungen genug kann man sich an einem alten italienische Traditionssport ausprobieren: Dabei wird ein Kanarienvogel in einem Käfig hängend, am Besten an einer Hauswand angebracht. Ziel ist es den Vogel mit den überall vorhanden Kieselsteinen zu treffen und ihn zu Freudenschreinen zu animieren. Bei den überwiegend italienischen Gästen ist dieser Sport sehr beliebt.
Soviel zu unserem “Sevenstar Camping” – Force Verde.

Nachdem wir auf der Freifläche des Zeltplatzes alles für das anstehende Konzert vorbereitet haben ist wieder einmal warten angesagt. Und an diesem Abend soll das auch unsere Hauptbeschäftigung bleiben. Warten auf Gäste, warten auf das Ende des Konzertes und am Ende warten auf die Wiederkehr des Heilands. Denn wenn der Heiland Urlaub machen sollte, dann auf jeden Fall hier.

Amen.

Wahnsinn – Piazza Bettino Ricasoli am Nachmittag

27. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Willkommen in Italien. Nachdem wir in unsere Residenz in einem Altenheim bezogen haben, geht es schnurstraks zum Auftrittsort. Die Band ist guter Laune und geht behänd’ ans Werk. Am Auftrittsort wird einiges schnell klar: Erstens, wir haben keinen Strom und zweitens, das Publikum ist im Durchschnitt etwa um die zweihundert Jahre alt. Ganz intuitiv ist allen Beteiligten klar, das hier nur König Schlager regieren kann. Der Platz ist reichlich gefüllt und nachdem uns die Dorfoberen mit Elektrizität versorgt haben vereinigen sich die Osama Sisters mit dem Publikum. Jugendliebe auf italienisch. Emotionen. Trotz des starken Windes ist das Publikum voller Begeisterung für die akustische Inkarnation ihrer Jugend. Der Erfolg des Abends wird jedoch von einigen Zwischenfällen überschattet. Unser italienischer Pianist erkrankt spontan an Schweinegrippe und wird in eines der umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Da diese aber nur auf die Behandlung älterer Patienten vorbereitet sind,  fehlt es an geeigneten Medikamenten und Geräten. Mit einer geschickten Kombination aus Trobosestrümpfen, Schröpfmassagen und Aderlass kann das Leben unseres Pianisten gerettet werden. Während der nervenaufreibenden Behandlung sitzen wir gemütlich auf dem Dorfplatz hören Musik aus der Konserve und machen die Erfahrung von einigen Russian Sambucca. Als dann noch mehrere 14jährige Südtirolerinnen mit uns einen Diskurs über die innere  Immigration in den Werken der Gebrüder Mann beginnen sind wir vollkommen überwältigt. Italien, das Land des freien Geistes, hat uns in seinen Bann gezogen. Morgens um 5 klingelt das Telefon beim Chef der Kappelle. Am anderen Ende heisst es wir sollen die Stadt innerhalb der nächsten fünf Minuten verlassen oder die Carabinierie kitzeln uns so lange bis wir Blut spucken. Man wirft uns vor wir hätten mehrere Schrankwände des Nächtens über die Piazza gerollert. Haben wir nicht. Es wurden lediglich vor einem Hotel einige ausländische Fahnen längerfristig entliehen.
Bein morgendlichen Spaziergang durch die Stadt fallen uns keinerlei Feindseligkeiten auf. Die Menschen streuen wie gewohnt Blumen vor unsere Füße und kleine Kinder bringen uns Melone mit Grappa. Silvio und Benedeikt haben ihr Land wirklich gut im Griff.

Komm Schatz wir fahren nach Wales

22. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Grüne Haine, tiefe Täler und echte walisische Fanta mit einem Schuss mehr Zucker, als es der Sättigungsfaktor der Flüssigkeit zulässt. Schade, dass ich als Flachlandpilot bei so viel ländlicher Idylle umgehend Depressionen bekomme. Denn ansonsten ist es ein erhabener Landstrich. Strenger Regen macht die Spuren des wilden Ebers sofort unkenntlich. Doch ich kann ihn spüren. Auch das Rebhuhn und die Wachtel spüren ihn ganz in der Nähe. Verstohlen treffen sich unsere Blicke. Drei Komplizen im walisischen Hochland. In der Ferne kann ich Charles erkennen, der behänd seine Angel über einen reißenden Strom schwingt, zärtlich die Forelle rufend. Camilla und ich trinken gemütlich Schnaps und schauen uns viel sagend an. Diese Naturburschen!
Das “Sun Inn” ist genau einer jener Orte an denen Väter Eheversprechen für Söhne und Töchter  abschließen. Ein Pub nach altem Schlag. Johnny Cash empfängt uns und wird uns am späten Abend auch wieder entlassen. Das Cider ist ausgezeichnet. Die Bühne ist geräumig und wir fahren alles auf was unser Truck an Technik ausspucken kann. Auf Bitten des Gastwirtes soll an diesem Abend nur die italienische Garnitur angelegt werden. Ich bin nicht traurig. Wer weiß wo hier um die Ecke das nächste Teerfass und ein unschuldiges Huhn zu finden ist. Der Abend beginnt verheißungsvoll. Nach und nach füllt sich der Gastraum und die Menschen sind durchaus amüsiert von unseren Spötteleien über hohlköpfige Italiener und ihren Seelenverwandten Gordon Brown. Doch zu Beginn des zweiten Sets ist der Gastraum ein traurig leerer Ort. Es ist wohl Schlafenszeit in Wales.  Für die wenigen Verbliebenen schneiden wir uns den Rest unserer Schlagerehre aus dem Leib und beenden den Abend mit Anstand.
Doch wir müssen uns eingestehen: Wales ist noch nicht so weit, nicht für neokonservativen italienischen Schlager und auch nicht für ein längeres Aufbleiben nach dem Abendessen.

Als wir am nächsten Tag die Insel verlassen, bin ich nicht traurig. Frankreich, Sonne, gutes Essen, schöne Blumen und mal wieder ein Tag frei. Was will man mehr.

Comte Patrizio di Venezia


Internationale Presseschau

20. Juli 2009

Neun Konzerte sind vorbei, zehn stehen noch aus. Ab heute macht die Myrkonia Fantasy Tour 2009 zwei Tage Pause. Grund genug also, ein erstes Fazit zu ziehen: Wieviel Liebe haben die “Osama Sisters” in die Welt getragen und wie konnte “lilabungalow” die Konzertabende in die musikalische Neuzeit katapultieren?

Während Patrizio royale Ankündigungen in London machte und in Dublin die Ehrlichkeit vermisste,  hat das völkerverständigende Projekt Myrkonia Fantasy Tour Anhänger gefunden! Der Weißenfels-Gig wurde von Rudolf S. in Bild und  Ton festgehalten. Auf seinem flickr-Profil hat er über 120 Fotos vom fulminanten Doppelkonzert online. Zwei Highlights:

Osama Sisters01

Mexikanische Apfeldiebe spielen italienischen Schlager (oben). Oberbandit Patrizio F. bedient die Trompete (unten).

Osama Sisters02

Doch damit nicht genug, Rudolf S. ist dem Anliegen der Tour, konservativen schlager und postmoderne elektro-Pop-Scheiße zu verbinden, idealtypisch gerecht geworden: Er hat auf youtube, für alle Menschen dieser Erde zugänglich, ein Livemitschnitt vom Song POP PORNO hochgeladen:

Wunderbar!

Die netten Menschen, die extra wegen “lilabungalow” zum Auftritt in Berlin kamen (und leider nicht bedient werden konnten…), haben die aktuelle Platte “honeymoon” ebenfalls ganz wunderbar auf ihrer Site rezensiert:

Das Debütalbum der Erfurter Band lilabungalow ist ein musikalisches Perpetuum Mobile: Die Musik treibt sich selbst voran. Unaufhörlich wiederholen sich die Melodien, um sich im nächsten Moment durch eine Variation neu zu definieren. Alle Songs auf »honeymoon« besitzen einen Drang, der sich nie vollständig auflöst, was eine wundervolle Irritation hinterlässt.

Die vollständige Rezension gibt’s hier. Die CD zur Erinnerung hier, einige Tracks auch als kostenlosen online release bei analogsoul.

Geldverbrennung leicht gemacht

20. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Der Odessa Club in Dublins Partyviertel empfängt uns in edlem Ambiente. Das kostet. Das wissen wir. Warum tun wir es dann? Wahrscheinlich, weil jemand das möchte. So funktioniert Bourgeoise. Doch selbst reiche Menschen können sich verkalkulieren. Das wird unserem Protagonisten heute Abend schlagartig bewusst, als er sich nach dem Konzert der Getränkerechnung widmet. Naja: macht ja nichts. Sind wenigstens ein paar Leute da.
Ihr merkt, die Lust schwindet mich in längeren Textpassagen zu ergießen. Aber die Musik ist an diesem Abend nicht wirklich von Interesse. Warum sind wir hier an diesem Ort? Ich weiß es nicht, aber wahrscheinlich nicht, um die Herzen von Menschen mit irgend einer Art von Musik zu erreichen. Dafür sind die cocktailierten Damen zu sehr um die geldpotenten Männer bemüht. Und diese wiederum schauen, dass sie für ihr Geld etwas bekommen.

Ich verabschiede mich und wünsche mir Momente tiefer Ehrlichkeit.

Und der Bischof zog seinen Finger und Sprach zu seinen Vasallen

20. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Während die “Osama Sisters” in London ein fulminantes Heimspiel vor Brüdern, Schwestern, Kollegen und deren Anhängern absolvierten, blieb mir nur eines übrig. Ich übernahm das ehrbare Amt, die Ankunft von König Thomas in der englischen Metropole zu verbreiten. Das Königreich Künzelsau, mit der Fruchtsau als Wahrzeichen, war bald in aller Munde. Die Engländer leisteten keinen Widerstand und überließen uns freiwillig die linke Spur.

Mehr kann ich nicht vermelden.

Impressionen
- Engländerinnen schauen ziemlich streng aus
- Unser Klub in London kann sich in punkto Freundlichkeit mit dem in Berlin messen.
- TipTop: Freue mich auf die nächste Mucke in Deutschland, und es ist mir völlig Rille wo.

Willkommen bei Barbie und Ken

17. Juli 2009

vom Myrkonia Fantasy Tour-Berichterstatter Patrizio Follmy

Kinder spielen auf der Straße. Vögel zwitschern. Ken hat gerade ein frisches Polohemd angezogen und den Kragen auf halbe Höhe aufgestellt. Barbie hat sich ein suggestiv porneskes Outfit übergestreift. In liebevoller Eintracht zieht es einige dieser Pärchen an diesem Abend in eine holländische Taverne im Herzen von Berkel Enschot. Die Anzahl der persönlichen “Osama Sisters”-Fans ist im Rahmen der Zuschauerzahlen überwältigend. Das Publikum fordert das Hauptgericht – die Osama Sisters – und diese lassesn sich nicht lange bitten. So bleibt auch dieser Abend ganz im Zeichen des konservativen, wertorientierten italienischen Popschlagers.

Nach dem Konzert sind Barbie und Ken glücklich. Das blaue und das roséfarbene Polohemd trinken Weißwein und fahren sich selbstzärtelnd durchs Haar. Ich nutze die friedliche Stimmung, um in der Einsamkeit einer ausgedehnten Grünfläche ordentlich einen durchzuziehen. Top! Das “lilabungalow”-Konzert findet heute Abend in meinem Kopf statt. Die vereinten Nationen haben beschlossen, Barbie und Ken heute nicht aus ihrem krachtendurchzogenen Paradies zu entführen.
Fazit: italienischer Popschlager in Holland funktioniert. 4:2 also.

Barbies und Kens Hundewiese

Entdeckungen Abseits des Konzerts:

- Barbie und Ken haben eine feine Hundeweide
- Bier gibt es nur in klitzekleinen Gläsern
- Barbie liebt Ken  - Ken liebt Barnie


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.